Als Bewerber für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Hürtgenwald in der Wahl am 13.09.2020 darf ich mich Ihnen heute vorstellen. Meine Kandidatur wird gemeinsam getragen von SPD, Bündis 90/Die Grünen, FDP und Freie für Hürtgenwald.

Ich möchte die Verwaltung der Gemeinde Hürtgenwald leiten, weil ich weiß, welche Herausforderung mich erwartet und ich überzeugt bin, dass ich die dafür erforderlichen Voraussetzungen in besonders geeigneter Kombination mitbringe. In meinem Lebenslauf habe ich die Eckdaten meines bisherigen Werdegangs und in Bezug auf das angestrebte Amt relevante Details meiner bisherigen Tätigkeiten aufgeführt.

Ich habe noch nie einer politischen Partei angehört und habe bisher auch noch kein politisches Amt angestrebt. Die Kommunalverwaltung mit ihren vielfältigen Aufgaben und ihrem direkten persönlichen Bezug zu ihren Arbeitsfeldern hat mich aber seit meinen Praktika während meines Geographiestudiums als Arbeitsplatz begeistert und so bin ich seit 1996 Beamter bei der Stadt Düren.

Mein zweites Studium, an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln im Rahmen des Modellstudiengangs Verwaltungsbetriebswirtschaft, enthielt die Fachausbildung zum effizienten Umgang mit Kommunalfinanzen im Rahmen der damals aktuellen “neuen Steuerungsmodelle” also sowohl nach kameralistischem Haushaltsrecht als auch mit den Mitteln von Kostenrechnung und Controlling.

Wenn ich auch erst im April 2014 aus meinem Geburtsort Düren nach Großhau gezogen bin, so ist mir die Gemeinde Hürtgenwald doch schon seit meiner Kindheit durch zahlreiche Besuche und vor allem Wanderungen vertraut. Ich identifiziere mich mit ihr als dem sorgfältig gewählten Wohnort meiner Familie. Die Geschichte der Gemeinde ist mir recht geläufig. Zu ihrer Geschichte im Zweiten Weltkrieg habe ich zudem besonders 1992 und 1993 recherchiert und selbst Zeitzeugeninterviews durchgeführt.

Schon seit meiner Schulzeit habe ich die Entwicklung meines jeweiligen Wohnortes kritisch verfolgt. Das heißt für mich einerseits, Positives zu erkennen und herauszustellen. Wo ich andererseits Entwicklungsbedarf sehe, möchte ich mitgestalten. Dazu sehe ich in der Tätigkeit als Bürgermeister eine besondere Möglichkeit, bei der ich die gesamte Breite und Tiefe meiner Aus- und Fortbildung einsetzen kann.

Mein Studium der Verwaltungsbetriebswirtschaft enthielt vor allem in den Fächern Managementtraining, Organisation, Management und Marketing die konkrete Ausbildung führungsrelevanter Fertigkeiten. In meinem Hobby, dem Bürgerfunk, habe ich von 1992 bis 2018 erfolgreich eine Gruppe von rund 20 Ehrenamtlern wechselnder Zusammensetzung beim Betrieb einer Radiowerkstatt geführt. Die arbeitet outputorientiert wie ein kleiner Betrieb und muss sich ständig wandelnden rechtlichen, finanziellen und technischen Rahmenbedingungen anpassen. Dabei kann sie aber bei der Motivation der Mitarbeiter nicht auf Bezahlung zurückgreifen. Bei meiner leider nicht erfolgreichen Bewerbung auf die Amtsleitung des Amtes für Stadtentwicklung der Stadt Düren 2017 wurde mir in Feedbackgesprächen dennoch meine Eignung für derartige Führungspositionen bestätigt. In meiner sachbearbeitenden Tätigkeit habe ich schon oft die Stadt Düren alleine nach außen vertreten, sowohl in angenehmen repräsentativen Situationen wie Vorträgen für ausländische Besuchergruppen oder in Fachgremien, als auch in konfliktträchtigen Situationen wie Bürgerversammlungen oder Gerichtsterminen.

Meine Tätigkeit als Geodatenmanager bei der Stadt Düren seit 2009 hat mir einerseits durch ihre Querschnittseigenschaft einen guten Einblick in die Tätigkeit verschiedenster Abteilungen vieler Ämter einer Kommunalverwaltung gegeben, den ich als Bürgermeister nutzen kann. Andererseits habe ich ein sowohl breit angelegtes als auch tiefgehendes Fachwissen im Bereich Geoinformation aufgebaut, das auch außerhalb der Stadt Düren geschätzt wird. So habe ich die Stadt Düren und über sie den Städtetag in Fachgremien auf Landes- und Bundesebene vertreten. In diesem Bereich habe ich erfahren, wie die Arbeit einer Kommunalverwaltung durch sachgerechte Digitalisierung vereinfacht werden kann. Hier liegen Potentiale mit wenig Personal große Aufgaben erledigen zu können.

Ich bin begeistert von der Kooperationsfähigkeit der Oppositionsfraktionen im Rat unserer Gemeinde, die ich anlässlich meiner Kandidatur erlebe. So stelle ich mir eine konstruktive Zusammenarbeit im Rat und zwischen Rat und Verwaltung vor, denn:

Gemeinsam geht Hürtgenwald besser!

Ihr

Andreas Claßen